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Durchschnittslohn Schweiz

Autor: Tobias Egli / am

Der Arbeitsmarkt in der Schweiz ist äusserst vielfältig und bietet in zahlreichen Branchen satte Gehälter. Mit einer Arbeitslosenquote von insgesamt nur 3,6 Prozent gibt es wirtschaftlich keine Probleme, sodass fast jeder Schweizer über eine Berufseinstellung verfügt. Die neusten Studien haben aus diesem Grund ermittelt, wie hoch der Median- und Durchschnittslohn ist und wie die Menschen von einer derart positiven Wirtschaft profitieren können.

Der Medianlohn in der Schweiz

Als Medianlohn wird der Mittelwert im Lohnvergleich bezeichnet, über den die Angestellten in der Schweiz verfügen. 2016 lag dieser Wert bei CHF 6'502 brutto pro Monat der durchschnittliche Nettolohn bei 4 917. Die 10 Prozent der am besten bezahltesten Jobs darf sich über Gehälter von mehr als CHF 11'406 pro Monat freuen, die es für die Arbeitnehmer im Versicherungssektor, in der Informatik, bei Finanzdienstleistungen oder in der Pharmaindustrie geben kann.

Auf der anderen Seite stehen die 10 Prozent der Geringverdiener im Vergleich für die Schweiz. Diese werden mit weniger als CHF 4'313 pro Monat vergütet. Zu diesen Berufen gehören beispielsweise Anstellungen im Gastgewerbe oder persönliche Dienstleistungen, die ebenfalls über die Direktanstellung angeboten werden.

Aus diesem Daten ergibt sich für die Schweiz letztendlich der Medianlohn von CHF 6'502 im Monat, der aus der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des BFS hervorgeht. Neben den reinen Informationen zum Lohn beinhaltet dieser jedoch auch die Angabe, dass jeder dritte Arbeitnehmer im Jahr 2016 mit einem Bonus belohnt wurde. Durchschnittlich lag dieser in der Höhe von CHF 9'033, auch wenn dieser stark vom entsprechenden Wirtschaftszweig des Mitarbeiters abhängt.

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Unterscheidung zwischen Produktion und Dienstleistung

Ein Blick auf den Durchschnittslohn verdeutlicht, dass es zwischen Produktion und Dienstleistung gewisse Diskrepanzen gibt. So liegt der Durchschnitt im Baugewerbe sowie bei Versorgungs- und Herstellungsleistungen durchschnittlich bei etwa CHF 5'600. Nur die Energieversorgung sticht mit Gehältern von mehr als CHF 8'000 hervor und setzt sich gegenüber der anderen Berufe ab. So entsteht im Bereich der Produktion ein Median von CHF 6'281.

Im Vergleich mit den Dienstleistungsberufen zeigt sich allerdings, dass es in diesem Sektor vereinzelt deutlich besser bezahlte Stellen gibt. Zwar sticht das Gastgewerbe als Negativbeispiel hervor, in den Bereichen Kunst, Gesundheit, Soziales, Grundstückswesen, Verkehr oder Wissenschaft liegen die Durchschnittsgehälter jedoch ebenfalls bei mehr als CHF 6'000 im Durchschnitt. Besonders hervorzuheben sind die Verdienstchancen bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, die einen Bruttolohn von bis zu CHF 12`700 ermöglichen. Auch der Median ist mit CHF 9'000 im Vergleich überaus hoch.

Positive Entwicklungen im Bereich der Tieflöhne

Auch wenn das Gefälle zwischen den guten Verdienstoptionen und den unteren Bereichen noch immer sehr deutlich ausfällt, ging der Anteil der Tieflöhne im Vergleich zur vergangenen Erhebung zurück. Zwischen 2008 und 2016 nahm der prozentuale Anteil der Beschäftigten im Tieflohnsektor von weniger als CHF 4'335 von 11,4 Prozent auf 10,2 Prozent ab. Dies führt auch im Alltag zu einer steigenden Bereitschaft, die geringer vergüteten Berufe anzunehmen und einen eigenen Anteil für die Gesellschaft zu leisten.

Ebenfalls verringert hat sich im Vergleich zur letzten Erhebung von 2014 das Lohngefälle der beiden Geschlechter, das damals noch bei 12,5 Prozent lag. 2016 ist dieser Anteil dann wiederum auf 12 Prozent gesunken, was auch dem Trend der vorherigen Analysen zur Lohngleichheit entspricht. Auch wenn noch immer keine absolute Fairness hergestellt ist, lassen sich die Lohnunterschiede an vielen Stellen durch strukturelle Merkmale erklären, die eine Unterscheidung rechtfertigen.

Regionale Unterschiede innerhalb der Schweiz

Nicht nur rund um die verschiedenen Branchen ist der Durchschnittslohn verglichen worden, sondern zudem auch in den Grossregionen. Hierbei fällt auf, dass das Einkommen in grossen Städten besonders hoch ausfällt. Spitzenreiter ist hierbei die Region um Zürich, in der es monatlich rund CHF 6'900 Brutto gibt. Im Durchschnitt liegen dann wiederum die Genferseeregion, die Nordwestschweiz sowie die Zentralschweiz. Doch nicht nur der Medianlohn ist in der Region rund um Zürich am höchsten. Auch in Hinblick auf die Maximallöhne liegt Zürich am weitesten oben und ermöglicht den wohlhabendsten 10 Prozent ein Monatseinkommen von mehr als CHF 12'000.

Auf der anderen Seite stehen hingegen die Regionen in der Ostschweiz sowie in Tessin. Dort liegen die durchschnittlichen Gehälter bei etwa CHF 6'000 oder sogar noch weiter darunter. Auch die 10 Prozent der geringsten Verdienste lassen sich direkt in Tessin finden, wodurch sich eine enorme Abhängigkeit zum Median herstellen lässt. Diese Ergebung zeigt aus diesem Grund ganz deutlich, wie sich die Gehälter zwischen den Regionen in der Schweiz voneinander unterscheiden.

Wie hoch liegt der Durchschnittslohn im internationalen Vergleich?

Im direkten Vergleich mit den Ländern der Eurozone schneidet die Schweiz sehr gut ab. Rechnen wir das Durchschnittseinkommen in der Schweiz mit CHF 78'000 im Jahr in die Währung Euro um, ergeben sich hierbei je nach Umrechnungskurs etwa 70.000 Euro. Mit einem Durchschnittsbruttolohn von etwa 3.100 Euro in Deutschland, liegt der Durchschnitt bei etwa 37.000 Euro. Im Vergleich zu den 70.000 Euro aus der Schweiz ist dieser Wert deutlich geringer, was sich allerdings auch durch das vorhandene Lohnniveau rechtfertigen lässt.

Für die alltägliche Umrechnung hat sich der Faktor 1,8 etabliert, um die Löhne in der Schweiz und in Deutschland mit dem identischen Lohnniveau zu vergleichen. Der Bruttolohn von 37.000 Euro, multipliziert mit 1,8 ergibt CHF 66'600. Da der Durchschnittslohn in der Schweiz mit CHF 78'000 allerdings deutlich höher liegt, zeigt sich mit Blick auf die Schweiz auch ein besseres Lohnniveau. Selbstverständlich unterscheidet sich der Faktor für die Multiplikation von Branche zur Branche, insgesamt stellt diese in Hinblick auf den Schweizer Medianlohn jedoch eine gute Wahl dar.

So schneidet die Schweiz im internationalen Vergleich ab

Der Blick auf die Einkommenstabelle zeigt, dass die Schweiz mit einem Monatslohn von umgerechnet etwa 5.900 Euro auf dem vierten Platz steht. Vor ihr liegen nur Bermuda, Liechtenstein und Monaco mit einem Monatseinkommen von durchschnittlich 10.500 Euro. Grössere europäische Länder folgen jedoch erst mit Norwegen, Dänemark und Schweden. Deutschland befindet sich auf Platz 19, dicht gefolgt von Belgien und dem Vereinigten Königreich.

Im Vergleich zu den anderen Lohnniveaus der Länder schneidet die Schweiz noch deutlich besser ab. Ein Blick auf Monaco zeigt zum Beispiel, dass auch die Lebenserhaltungskosten weit über den Werten der Schweiz liegen, sodass bereits die Wohnkosten einen grossen Teil des Einkommens abschmelzen. Auch die Steuerlast ist im internationalen Vergleich in der Schweiz deutlich geringer, wodurch von der Bruttovergütung anschliessend ein höherer Nettolohn verbleibt. Dies macht die Schweiz auch für die aktuellen Erhebungen zu einem finanziell sicheren und gut aufgestellten Gebiet.

Gute Vorsorgesysteme mit AHV und Pensionskasse

Die AHV bezieht sich auf die erste Säule der Versicherung, die sich gemeinsam mit der Invalidenversicherung ergibt. Bezahlt werden diese Leistungen dann wiederum durch Lohnabzüge, die sich unmittelbar anhand des Einkommens bestimmen lassen. Weitere 5 Prozent der Zahlung für die AHV gehen aus der lokalen Tabaksteuer hervor, was das gesamte Gesundheitssystem für Schweizer merklich günstiger werden lässt.

Ein weiterer Kostenpunkt rund um den eigenen Lohn ist die Pensionskasse. Dies soll es ermöglichen, nach den Jahren der Arbeit eine faire Rente zu erhalten und von den Einzahlungen zu profitieren. Auch hierbei variieren die Beträge allerdings stark voneinander und sind nicht mit den AHV-Leistungen vergleichbar. Die berufliche Vorsorge hinter der Pensionskasse geht weit über die erste Säule hinaus, sodass durchaus mehr finanzielle Flexibilität für die Altersvorsorge gewährt werden kann. Dies senkt durch die hohen Beitragszahlungen jedoch auch finanziell den Nettolohn.

Ein steigender Trend für die gesamte Schweiz

Rund um die Finanzen und die dahinterstehenden Modelle überzeugt die Schweiz auf ganzer Linie. Besonders das Wachstum im Vergleich zu vorherigen Erhebungen ist in dieser Hinsicht hervorzuheben. Dies macht die Arbeit in der Schweiz zunehmend auch für Aussenstehende attraktiv, die von besseren Gehältern profitieren möchten. Für die weiteren Erhebungen lässt sich daher eine deutlich bessere Wirtschaftskraft erwarten, die den Menschen vor Ort zugutekommt.

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