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So viel verdient Zürich - eine Stadt im Überblick

In Zürich arbeiten 450'000 Personen, die im Vergleich zu den Arbeitnehmern in vielen anderen Städten von einem deutlich höheren Lohn profitieren. Aber wie genau sieht der durchschnittliche Lohn aus und mit welchen Gehältern können die in Zürich lebenden Menschen rechnen? In diesem Beitrag verdeutlichen wir die Unterschiede zu anderen Gebieten der Schweiz und finden die richtigen Begründungen für die vorhandenen Erscheinungen.

Deutlich höhere Löhne als der Schweizer Durchschnitt

Der durchschnittliche Lohn in Zürich liegt bei 7696 Franken. Im Vergleich zum Schweizer Median liegt dieser Wert rund 1200 Franken über dem Wert für die gesamte Schweiz, was Zürich zu einer wirtschaftlich hervorragend aufgestellten Umgebung macht. Jeder vierte Lohn liegt in Zürich über 10.000 Franken, wodurch das hohe Lohnniveau in der Stadt hervorragend verdeutlicht wird. Doch auch im unteren Viertel schneiden die Arbeitnehmer in Zürich verhältnismässig gut ab. Das unterste Viertel liegt unterhalb der Grenze von 5756 Franken, was in anderen Teilen der Schweiz wiederum über dem gesamten Durchschnitt eines Gebiets liegt.

Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass der häufigste Lohnbereich dann wiederum zwischen 4000 und 7000 Franken bei den Frauen und zwischen 5000 und 8000 Franken bei den Männern liegt. Zwar sinkt die Kurve bei Löhnen von mehr als 10.000 Franken deutlich, steigt allerdings bei den Erhebungen zu mehr als 20.000 Franken wieder an. Dies zeigt, dass im geschäftsführenden Bereich durchaus gute Verdienstmöglichkeiten entstehen, die ein Gehalt weit über dem gesamten Gebietsdurchschnitt ermöglichen. Besonders an den geringen Gehältern macht sich der deutliche Unterschied zum Rest der Schweiz bemerkbar, wobei ein starkes Gefälle auftritt.

Die Top-Branchen in Zürich

Laut der Auswertung verschiedenster Lohnartikel verdient der Geschäftsführer im Durchschnitt 2,8 Mal mehr als das einfache Reinigungspersonal. Und dies bei gleicher Arbeitszeit. Hierzu gilt der Medianlohn von 12.166 Franken, der für Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer ermittelt wurde. Dieser steht dem deutlich geringeren Verdienst der Angestellten in personenbezogenen Dienstleistungen entgegen, die durchschnittlich mit nur 4754 Franken im Monat vergütet werden.

Besonders hoch sind in dieser Hinsicht die Gehälter der Geschäftsführer mit leitenden Funktionen, dicht gefolgt von Führungskräften im kaufmännischen Bereich. Auch IT-Kräfte, Akademiker sowie Führungskräfte in der Produktion profitieren von einem Gehalt im fünfstelligen Bereich und stehen der geringeren Vergütung vieler servicebezogener Berufe im Weg.

Auch an dieser Stelle zeigt sich allerdings, dass eine hohe Vergütung mit dem jeweiligen Fortschritt einer Branche zusammenhängt. Besonders in den Finanzleistungen sowie im Vertrieb von Versicherungen treten in Zürich, aber auch in der gesamten Schweiz, die höchsten Löhne auf. In Verknüpfung mit digitalen Systemen werden auf diese Weise vollkommen neue Potenziale geschaffen, um mehr Erfolge mit weniger Personal zu generieren.

Ungleichmässige Verteilung der Löhne

Bei einem Vergleich der Lohnverteilung zeigt sich, dass die obersten 20 Prozent über einen ähnlichen Anteil wie die unteren 60 Prozent der Einwohner Zürichs verfügen. Im Zusammenhang mit der gesamten Schweiz lässt sich eine ähnliche Beobachtung machen, da die hohen Gehälter der gut vergüteten Arbeitsbereiche und Unternehmensführungen für eine deutliche Schwächung der anderen Gehälter sorgen. Ohne die wohlhabendsten 10 Prozent sähe diese Statistik sowohl für die gesamte Schweiz als auch für den Durchschnittslohn in Zürich wiederum ganz anders aus.

Bildung und Erfahrung als positive Lohnbasis

Trotz der deutlichen Unterschiede im Lohngefälle wird deutlich, dass hoher Lohn in den meisten Fällen mit einem hohen Bildungsniveau in Verbindung gebracht werden kann. Mit einem guten Abschluss steigen auch die Chancen der Berufsfindung, weshalb sich ein hohes Bildungsniveau ohne Schwierigkeiten auf die Weiterentwicklung der Löhne auswirkt.

Auch die Erfahrungen stehen in einem direkten Zusammenhang zum Durchschnittslohn. Mit zunehmender Beschäftigungsdauer steigen auch die Gehälter, weshalb ein Blick auf die demografische Entwicklung eine deutliche Unterscheidung in der Altersstruktur zeigt. Erfahrene und branchenkennende Angestellte verfügen somit über eine deutlich bessere finanzielle Grundlage als die Mitarbeiter, die direkt aus der Uni oder sogar aus der Schule auf den Berufsmarkt kommen.

Laut Statistiken liegt der Einfluss im Bereich Bildung und Erfahrung bei rund 33 Prozent. Damit sorgt dieser Faktor für die grössten Unterscheidungen in der Lohnverteilung und überbietet sogar die sozialen Komponenten. Neben diesem Faktor gibt es allerdings auch weitere Merkmale, die für eine Unterscheidung der Lohnbasis sorgen und die Höhe der Durchschnittslöhne bestimmen:

  • Umsetzung der Arbeitsstelle

Für rund 28 Prozent der Lohnunterschiede sorgt die Unterscheidung zwischen Vollzeit und Teilzeit. Werden die ausgezahlten Löhne der Teilzeitstellen auf das Vollzeitpensum hochgerechnet, verbleiben noch immer deutliche Unterschiede. Eine Einstellung ohne die dazugehörige Kaderfunktion mindert den Gesamtverdienst somit sehr deutlich.

  • Grösse des Arbeitgebers

Grössere Unternehmen sind an vielen Stellen in der Lage, deutlich bessere Gehälter auszubezahlen. Besonders hohe Löhne gibt es hierzu in der Finanz-, Informations- oder Kommunikationsbranche, wenn die Mitarbeiter über eine Einstellung in einem Grossunternehmen verfügen. Dies macht insgesamt weitere 18 Prozent der Lohnunterschiede in der Stadt Zürich aus und verstärkt das Ungleichgewicht zum Rest der Schweiz.

Gefälle zwischen Männern und Frauen enorm

Trotz dieser belegten Faktoren spielt auch das Geschlecht noch immer eine wichtige Rolle, wenn es um einen hohen Durchschnittslohn geht. In Zürich verdienen Frauen durchschnittlich 6954 Franken, Männer erhalten für ihre Arbeit hingegen 8543 Franken. Dies macht in der Praxis einen Unterschied von 18 Prozent und mehr als 1500 Franken. Auch in der Lohnklasse von mehr als 12.000 Franken sind die Frauen deutlich unterlegen, sodass der Mann in diesem Bereich sogar doppelt so häufig vorkommt. Dies wird im Bereich der geringeren Löhne allerdings wieder ausgeglichen.

Positiver Effekt in vielen Grossstädten erkennbar

Ein derart positiver Effekt lässt sich allerdings nicht nur in Zürich erkennen. Die grösseren Städte der Schweiz sind immer die richtige Umgebung für Unternehmen und Investoren. Nicht nur aufgrund des hohen Bildungsniveaus werden die Städte zum Zentrum der Innovation, sondern auch aufgrund der zahlreichen technischen Möglichkeiten. Schnelles Internet, begleitet von einer guten Infrastruktur, einer interessanten Stadtgeschichte und von vielen weiteren Details verschafft die perfekte Basis für eine positiven Wachstumseffekt auf die gesamte Stadt.

So spiegelt sich laut dem Trend auch für die gesamte Schweiz eine leichte Zunahme der Medianlöhne wider. Zwar ist dieser Anstieg nicht so hoch wie in Zürich, mit einem positiven Wachstum von rund 0,2 Prozent in jedem Jahr wird die Entwertung durch die Inflation weitgehend gestoppt. Die steigenden Gehälter sind hierbei keine Frage der jeweiligen Branche, sondern lassen sich in allen Einsatzgebieten erkennen. So lohnt es sich, auch die eigene Arbeitsstelle zu nutzen, um von steigenden Löhnen und guten Arbeitsbedingungen zu profitieren.

Höhere Beiträge für AHV und Pensionskasse

Mit zunehmendem Einkommen steigen auch die entsprechenden Beiträge für die Pensionskasse sowie die AHV. In der Pensionskasse steckt die betriebliche Altersversorgung, die durch Beiträge der Arbeitgeber erfolgt. Doch auch ein Teil des eigenen Gehalts kann in die Pensionskasse fliessen, um die Versorgung in der Zukunft deutlich komfortabler und sicherer zu gestalten.

Gleiches gilt für die AHV, die Teil der ersten staatlichen Säule ist und somit zu jeder klassischen Versicherungsstruktur gehört. Sie dient hierbei der Sicherung des Existenzbedarfs und muss auf diese Weise ebenfalls mit deutlich höheren Beiträgen finanziert werden. Städte wie Zürich tragen daher viel zur positiven Entwicklung dieser Bereiche bei und ermöglichen ein umfassendes Paket an gebotenen Versicherungsleistungen in der gesamten Schweiz.

Weitere Zunahme der Löhne in Zürich

Auch in Zukunft ist ein ähnlicher Trend zu erwarten, da die Löhne weiter auseinandergehen und sich auch die Verteilung innerhalb der Bildung zunehmend annähert. Ob die anderen Regionen allerdings wieder den Anschluss zu finden, bleibt bisher offen. Anhand der technischen und personellen Entwicklung ist dies allerdings durchaus unwahrscheinlich, weshalb Grossstädte wie Zürich in der Schweiz auch weiterhin auf den vorderen Platzierungen im Durchschnittslohn liegen werden.

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