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Polymechaniker

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Aktuelle Artikel zum Thema Lohn

Durchschnittslohn: Polymechaniker

Polymechaniker, ein Beruf mit vielseitigem Arbeitsfeld

Jede moderne Volkswirtschaft ist zeitlichen Veränderungen unterworfen, die sich durch die Aufrechterhaltung von gewissen technischen Mindeststandards und durch Wettbewerbserfordernisse ergeben. Davon sind ganze Berufszweige betroffen. So wurden in der Schweiz seit 1997 die Berufe Mechaniker, Feinmechaniker, Werkzeugmacher, Maschinenmechaniker und Betriebsmechaniker zusammengefasst und zu einem neuen Berufsbild, dem des Polymechanikers, vereinigt. Dieses neue Berufsbild beinhaltet nochmal eine Auswahl verschiedener Fachrichtungen, welche die Absolventinnen und Absolventen zur späteren Arbeit in den Bereichen Fertigung, Montage oder Instandhaltung befähigt. Die Arbeit des Polymechanikers verläuft in der Regel in Zusammenarbeit mit einem Team. Die Zielrichtung eines zu bearbeitenden Projektes wird durch Ingenieurinnen und Ingenieure vorgegeben. Die Tätigkeit des Polymechanikers konzentriert sich auf die praktische Durchführung dieser Vorgaben. Diese Ausführung besteht in der Erarbeitung von Konstruktionslösungen mittels CAD-Programmen bis hin zur praktischen Umsetzung, die in der Fertigung der einzelnen Bauteile besteht. Danach erfolgt die Montage der einzelnen Bauteile für die Maschine oder Vorrichtung. Zu den Tätigkeiten des Polymechanikers gehören aber auch noch Programmierarbeiten, wenn es sich um CNC-gesteuerte Maschinen oder Anlagen handelt. Derartige Maschinen müssen vor Durchlauf einer Serie erst eingerichtet werden. Diese Einrichtarbeiten beinhalten vor allem auch das Nachmessen und Prüfen der fertigen Teile mit hochgenauen Messwerkzeugen.

Ausbildungsvoraussetzungen

Auszubildende für den Beruf des Polymechanikers benötigen eine abgeschlossene Volksschulausbildung. Wegen vielfältiger, technischer Anforderungen, die diese Ausbildung mit sich bringt, sollten Auszubildende, die sich hierfür entscheiden, gute Leistungen in Mathematik und Physik vorweisen können. Außerdem sollten Interessentinnen und Interessenten für diesen Beruf sich auf folgende Anforderungen einstellen:
  • Die Ausbildung des Polymechanikers erfordert ein hohes Maß an technischem Verständnis.
  • Es sollte eine natürliche Affinität für die Mechanik und deren technischer Zusammenhänge bestehen.
  • Auch das Verständnis für abstrakte Zusammenhänge sollte hinreichend ausgeprägt sein.
  • Auszubildende benötigen die Fähigkeit, sich Teile räumlich vorstellen zu können.
  • Um den Beruf des Polymechanikers später mal erfolgreich ausüben zu können, sind geschickte Hände erforderlich.
  • Die Tätigkeit des Polymechanikers erfordert eine genaue und sorgfältige Arbeitsweise.
  • Konzentrationsfähigkeit gehört ebenso zu diesem Beruf, wie Geduld und Ausdauer.
  • Eine gewisse Teamfähigkeit ist unabdingbar.
  • Eine gute Zuverlässigkeit ist eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Arbeiten in diesem Beruf.

Ausbildungsablauf

Als Grundlage für die Lehre des Polymechanikers dient die eidgenössische Verordnung vom 03.11.2008, mit Änderung vom 09.11.2015. Die Ausbildungsdauer beträgt 4 Jahre. Die praktische Lehre erfolgt in einem Betrieb der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie). Die zur praktischen Lehre parallel verlaufende Berufsschulausbildung findet an 1 bis 2 Tagen pro Woche in der Berufsschule statt. Dabei spielen die Profile G oder E, für grundlegende bzw. erweiterte Anforderungen, eine maßgebende Rolle. In der Berufsschule werden folgende berufsbezogene Basiskenntnisse vermittelt:
  • Erlernung der technischen Grundlagen (Mathematik, Informatik, Lern- und Arbeitstechnik, Physik)
  • Zur besseren internationalen Verständigung Vermittlung von technischem Englisch
  • Werkstofftechnik und Fertigungsmethoden
  • Zeichnungs- und Maschinentechnik
  • Elektro- und Steuerungstechnik
  • Vermittlung von bereichsübergreifenden Fachgebieten
Besuch von überbetrieblichen Kursen mit verschiedenen Themengebieten. Bringt der oder die Auszubildende sehr gute schulische Leistungen, kann während der Grundbildung zur Erlangung der Berufsmaturität die Berufsmaturitätsschule besucht werden. Der erfolgreiche Ausbildungsabschluss wird durch das eidgenössische Fähigkeitszeugnis "Polymechaniker/in EFZ" dokumentiert.

Tätigkeitsgebiete und Aufgaben

Polymechaniker arbeiten auch häufig mit anderen Fachleuten zusammen, führen Projekte und Aufträge aus und erarbeiten Konstruktionslösungen. Zu den Tätigkeiten des Polymechanikers gehören auch die technische Dokumentation, das Erstellen von Prototypen und zahlreiche Versuchsdurchführungen. Zur Fachrichtung Fertigung gehört die Herstellung von Werkstücken für Vorrichtungen, Geräte, Apparate, ebenso wie für komplette Maschinen und Anlagen. Die Bearbeitung dieser Werkstücke erfolgt auf Dreh-, Bohr,-Fräs- und Schleifmaschinen, die häufig auch als CNC-Maschinen ausgelegt sind. Die Bearbeitung der Werkstücke erfolgt dabei mit höchster Genauigkeit auf Hundertstel oder, wenn das Einsatzgebiet es erfordert, auch auf Tausendstel Millimeter genau. Ein weiterer, wichtiger Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich der Fertigung ist das Einrichten und Programmieren von CNC-Maschinen oder das Arbeiten mit computerbasierten Programmiersystemen (CAM). Daher ist das Erlernen der Programmierung dieser CNC-gesteuerten Maschinen sowie deren Bedienung ein wichtiger Teil der Ausbildung. Hierbei spielt auch die Übernahme von CAD-Programmen aus den CAD-Daten der Konstruktion eine wichtige Rolle. Die vom Konstrukteur erstellten 3D-Modelle von Werkstücken oder anderen Einzelteilen bilden die Grundlage für die weitere Verarbeitung dieser Daten in CAD-Programmen für die CNC-Programmierung. Die Fachrichtung Montage des Polymechanikers beinhaltet im Wesentlichen das Zusammenbauen von Maschinen, Apparaten, Geräten oder ganzen Anlagen. Dabei müssen auch oft pneumatische, hydraulische und elektrische Komponenten miteinander verknüpft und montiert werden. Diese Montagearbeiten erfolgen auch oft direkt beim Kunden vor Ort. Zum Fachgebiet Instandhaltung des Polymechanikers gehören hauptsächlich Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten von Maschinen und industriellen Anlagen. Hierzu gehören auch regelmäßige Wartungstätigkeiten an Flugzeugen und Helikoptern. Diese Tätigkeiten sind turnusgemäß nach Betriebsstunden festgelegt und müssen mit größter Sorgfalt durchgeführt werden. Die Durchführung dieser Arbeiten erfolgt unter Einhaltung von genau festgelegten Sicherheitsvorschriften. Hierzu gehört beispielsweise das Tragen von Schutzhandschuhen und -brillen. Zum ordnungsgemäßen Abschluss der Arbeiten gehören auch das richtige Entsorgen von Abfällen wie Altöl, Kühlwasser und Metallspänen. Das gewissenhafte Recyceln solcher Abfälle schützt Gesundheit und Umwelt.

Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten

Die beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten des Polymechanikers können durch Weiterbildungsangebote von Berufsfachschulen und höheren Fachschulen, von Fachverbänden und anderen, wichtigen Bildungsinstitutionen zielführend gefördert werden. Hierzu zählen der Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) Swissmem und der Arbeitgeber-, Fach- und Berufsverband der mittelständischen Unternehmen Swissmechanic. In diesem Dachverband Swissmem sind rund 1.050 Firmen der unterschiedlichsten Branchen, wie Antriebs-, Kunststoff-, Raumfahrt,- Umwelt-, Schweiß- und Schneidtechnik angegliedert. Darüber hinaus gehören zu Swissmem auch Firmen des verfahrenstechnischen Maschinen- und Apparatebaus, der Verpackungstechnik, des Werkzeug- und Formenbaus sowie zahlreiche Zulieferfirmen. Im Verband Swissmechanic sind rund 1.400 Firmen, ebenfalls aus vielen Branchen, Mitglied, mit rund 70.000 Mitarbeitern. Der Anteil der Auszubildenden beträgt etwa 6.000. Der Lohn eines Polymechanikerabsolventen beträgt durchschnittlich 4.800 CHF. Die Weiterbildung des Polymechanikers kann durch eine Berufsprüfung (BP) mit eidg. Fachausweis begonnen werden. Dies führt beispielsweise zu Berufsbezeichnungen, wie Produktionsfachmann/-frau, Luftfahrzeugtechniker/in-Mechanik / Avionik, Automatikfachmann/-frau, Technische/r Kaufmann/-frau. Die Absolvierung der höheren Fachprüfung (HFP) führt zur Berufsbezeichnung Industriemeister/in. Durch den erfolgreichen Besuch der höheren Fachschule (HF) erlangt man den Titel dipl. Techniker/in HF Maschinenbau, dipl. Techniker/in HF Systemtechnik, dipl. Techniker/in HF Mikrotechnik. Der erfolgreiche Abschluss der Fachhochschule führt bei entsprechender schulischer Vorbildung zum Titel Bachelor of Science (FH) in Maschinentechnik, Mechatronik, Systemtechnik oder in Automobiltechnik. Der Bachelor of Science kann mit einem Gehalt von ca. 75.000 CHF rechnen.

Fazit

Durch die Swissmem und die Swissmechanic als Dachverbände erhält der neu geschaffene Berufszweig des Polymechanikers eine besondere Bedeutung. Schon allein die große Zahl der Firmen mit all ihren unterschiedlichen Branchen, die diesen beiden Dachverbänden angehören, gibt einen Aufschluss über die große Vielseitigkeit des Polymechanikers. Durch diese vielschichtige Tätigkeit des Polymechanikers kommt es niemals zur Monotonie in den Arbeitsabläufen, was an sich schon als guter Lohn für alle Ausbildungsanstrengungen zu werten ist. Der hohe Gehalt an fachbezogenen und bereichsübergreifenden Lernabschnitten gibt der Absolventin oder dem Absolventen des Polymechanikerberufs viele Möglichkeiten zum Berufseinstieg. Daher hat deren bzw. dessen Arbeit auch immer einen motivierenden Charakter, wenn man dazu die richtige Einstellung mitbringt. Insbesondere, wenn die zu montierende Maschine oder Anlage mechanische, pneumatische, hydraulische und elektrische Komponenten hat, ist deren Inbetriebnahme eine hochinteressante Aufgabe. Die Zusammenfassung verschiedener Berufszweige, Machaniker, Feinmechaniker, Maschinenmechaniker, Werkzeugmacher, Betriebsmechaniker zum neuen Berufszweig des Polymechanikers stellt eine zukunftsweisende Entscheidung dar. Der Beruf des Polymechanikers ist eine Antwort auf die Herausforderungen, die sich durch die Einführung von neuen Technologien ergeben.

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