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Lohngespräch
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Das Lohngespräch stellt eine besondere Herausforderung dar. Es geht um viel!
Eine gewisse Routine oder zumindest Kenntnisse der wichtigsten Verhandlungsaspekte schadet deshalb nie.
Folgende Hinweise könnten Ihnen im entscheidenden Moment viel bringen:
- Vermeiden Sie, im falschen Moment mit der Gehaltsdiskussion zu beginnen (i.d.R. je später, desto besser!).
Warten Sie so lange, bis der Gesprächspartner das Thema anspricht. Nur wenn die Gehaltsfrage
überhaupt nicht angesprochen wird, sollte nachgefragt werden.
- Werden Sie sehr früh nach Ihren Gehaltsvorstellungen gefragt, so können Sie sagen, dass Sie lieber
über die Stelle noch etwas ausführlicher sprechen möchten, bevor Sie eine Aussage machen können.
(Es kann durchaus möglich sein, dass der Interviewer bereits früh im Vorstellungsgespräch nach dem jetzigen bzw.
letzten Gehalt fragt. Dies hat damit zu tun, dass er feststellen will, ob die beiderseitigen Vorstellungen überhaupt vereinbar und diskutabel sind.)
- Wird Ihnen ein Angebot gemacht, so lehnen Sie sich etwas zurück und überlegen etwa 30 Sekunden. Meist ist das
Angebot das untere Limit, das Ihnen angeboten wird. (Für harte Verhandler: Warten Sie eine Weile, so fällt möglicherweise eine höhere Zahl.)
- Gehen Sie nicht sofort auf das Angebot ein, sondern besprechen Sie den Aufgabenbereich, die Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Ziele.
- Zusätzlich zum Grundgehalt können Sie über Nebenleistungen diskutieren. Nebenleistungen sind
z.B. Firmenwagen, Umzugsspesen, Zusatzversicherungen, Bonuszahlungen.
- Falls das Angebot beträchtlich unter Ihren Vorstellungen liegt, erbitten Sie sich eine Bedenkzeit, aber signalisieren Sie Ihr Interesse deutlich.
- Zu viel Gehalt zu fordern ist ebenso falsch wie zu wenig, denn das wird oft als mangelndes Selbstvertrauen und unzureichende Informationen ausgelegt.
- Vergütungen, bei denen ein Verhältnis von Festgehalt (Fixum) zum erfolgsorientierten Teil (Provision) des Gesamteinkommens vereinbart wird.
Sind Sie neu in einem Tätigkeitsfeld, sollten Sie für das erste Jahr ein relativ hohes Fixum vereinbaren. Das gibt Ihnen in der Einarbeitungszeit mehr finanzielle Sicherheit.
- Wenn Ihr Gesprächspartner Ihre Gehaltsforderung ohne «Gegenwehr» annimmt, könnte es sein, dass mehr drin gewesen wäre. Nachverhandeln wirkt jetzt unsouverän.
Es bleiben zwei Möglichkeiten: Sie sind zufrieden, weil Sie ja genau das bekommen haben, was Sie wollten. Oder Sie machen einen kommunikativen Klimmzug: «Jetzt wo wir uns beim fixen Teil des Gehaltes einig sind,
würde ich noch gerne die Zusatzleistungen ansprechen.»
- Verzichten Sie auf: «Bei Firma XY würde ich aber viel mehr verdienen.» Der direkte Vergleich mit der Konkurrenz ist keine clevere Strategie. Unter Umständen kontert Ihr Gesprächspartner:
«Na dann gehen Sie doch dorthin.»
- «Ja, aber...»-Sätze nerven das Gegenüber. Damit fegen Sie seine Argumente unkommentiert vom Tisch. Formulieren Sie Ihre Einwände subtiler!
- Verhandeln anstatt Feilschen! Bei Gehaltsgesprächen muss es um die optimale Wahrung beider Interessen gehen. Kleinlichkeit oder eine einseitige Erwartungshaltung wirkt sich kontraproduktiv aus!
Experten-Tipps
Regeln für die Gehaltsdifferenz zwischen letzter und zukünftiger Stelle:
10 bis 20% mehr bei Wechsel aus Karrieregründen;
10 bis 15% nach oben wie nach unten bei Wechsel aus anderen als Karrieregründen.
Geheim-Tipp
Wenn Sie länger kein Gespräch mehr hatten, sollten sie sich vorgängig etwas übung und Selbstvertrauen verschaffen.
Üben Sie mit Bekannten das Gespräch und bewerben Sie sich allenfalls auch mal für eine Stelle, welche Sie gar nicht wollen,
und sagen nach dem Gespräch ab. Es ist wichtig, dass die Lohnforderung sitzt und dass man Ihnen keine Nervosität anmerkt, nur durch Übung können Sie das erreichen!
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